Das Leben ist ein Ponyhof

Man muss nur manchmal Scheiße schippen

Randnotizen

Es ist bedauerlich dass die meisten erst am Ende verstehen wie groß eine Liebe ist …

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Und auch mal was Positives!

DSCF0042So, genug davon – es gibt trotzdem auch Positives zu berichten. Ich werde die Wohnung übernehmen können. Ich muss mich als Mitmieter eintragen lassen, was eine reine Formsache ist. Werde also nicht obdachlos werden, auch wenn mir der Arsch eine Zeit lang gehörig auf Grundeis gegangen ist. Nebenbei macht auch die Renovierung Fortschritte. Weiß Gott, nicht so schnell wie ich es gerne hätte – aber Stückchenweise geht es voran.

Die Küche ist soweit fertig, im Wohnzimmer habe ich die Medienwand aus den alten Teilen der Einrichtung neu zusammenzimmern, und mit meinen Pappmachee-Natursteinen verfeinern können. Daneben habe ich eine alte LED Leiste gefunden, die ich früher in einem Studio als Lichtelement eingebaut hatte. Diese sorgt jetzt für einen Teil der Lichtatmosphäre. Ebenfalls fertig ist mein neuer Schreibtisch, und jetzt wo ich weiß dass ich die Wohnung halten kann, habe ich auch wieder mehr Mut weiter zu machen.

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Momente …

Meine Mutter ist ja jetzt seit ca. drei Wochen in einem Hospiz. Kein Vergleich mit den Zuständen im Krankenhaus. Dort roch es immer nach Fäkalien und kaum jemand hatte die Zeit sich wirklich um sie zu kümmern und sie war weit davon entfernt glücklich zu sein. Jetzt im Hospiz? Sie ist definitiv glücklicher dort. Wird gut behandelt und gepflegt, keiner sagt ein böses Wort zu ihr – und dennoch: Jedesmal wenn ich dort bin setze ich eine Maske auf. Lache, mache Späßchen, tröste sie – wenn es denn nötig ist – und doch sehe ich dass sie mit jedem Tag mehr abbaut.

Früher hatte sie gerne gestrickt. Sie war richtig produktiv was das anging. Und jetzt? Jetzt kommt sie damit nicht mehr zurecht. Sie hat vergessen wie es geht. Wenn ihre zitternden Hände überhaupt zulassen dass sie stricken kann. Dadurch dass sie sich nicht mehr wirklich bewegen kann, hat ihre Muskulatur stark nachelassen. Wo früher die Haut über den Körper gespannt war, flattert sie heute wie an einem Knochgeripp … und der Einzige der sie besuchen geht, das bin ich.

Wollte ihr letztes Jahr einen Ausflug auf einem dieser Rheindampfer schenken. Hatte sie abgelehnt. Die Arbeit ging vor. Ich wünschte wir hätten es gemacht. Ich wünschte im Moment bei so vielem ich hätte es gemacht, oder auch nicht gemacht.

Was auch immer ihr tut – in eurem eigenen Interesse, seid euch bewusst dass ihr irgendwann den Wert eines jeden Momentes schmerzlich spüren könnt. Seid bei denen die ihr liebt, und die euch lieben. Etwas Wertvolleres gibt es nicht!

Täglich grüßt …

politik-weltgeschehenIch lese Zeitung. Ja, ich gestehe – ich mag die alten Medien. Ich mag handgeschriebene Briefe, oder solche die auf einer Schreibmaschine getippt werden. Simple fetzen Papier die man leicht unter einer Parkbank platzieren, oder in irgendeinen Mülleimer stecken kann. Fällt ja nicht auf wenn jemand im Müll wühlt. Müssen ja immer mehr Menschen machen. Telefonisch bin ich schwer zu erreichen. Ich mag die Dinger nicht besonders. Ebenso wie das Internet. Man gibt einfach zu viel preis von sich. Nicht dass ich viel zu verbergen hätte – mein Alltag ist langweilig. Du kennst mich vielleicht. Möglicherweise nur vom Sehen her. Vielleicht aber auch nicht. Bin eher der Durchschnittstyp. Falle nicht auf. Warum auch?

Habe jetzt gelesen dass das Militär die Polizei im Land unterstützen soll weil die Polizei mit ihren Aufgaben nicht mehr nachkommt. Ein Treppenwitz, wenn man überlegt wie stark die Polizei bespart wird, und wie schnell Richter wirklich gefährliche Typen wieder laufen lassen. Ist nicht so dass sie nicht urteilen könnten. Zuletzt hat man einen Rentner eingesperrt, weil er Probleme mit dem biometrischen Lichtbild hatte und der Ausweis zu teuer war. Ja geht doch. Richter können hart durchgreifen, und wenn Mörder und Vergewaltiger auf der Straße rumlaufen? Tja, das ist doch dass Problem der Polizei. Die sind schuld.

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Menschen und ihre Späße …

Gerade beim Aussortieren auf die restlichen Sachen von meinem Bruder gestoßen – jener der 1981 auf dem Weg zur Bundeswehr umgebracht wurde. Notizbuch, verbeultes Portmonaie an welchem noch Blut klebt, ebenso ein Lottoschein, der ebenfalls teilweise mit Blut getränkt ist. Ist natürlich eingetrocknet, aber mir ist klar was es ist und diverse Kleinteile, Schlüssel die teils verbogen sind und die ahnen lassen mit welcher Wucht er auf die Gleise aufschlug. Ein „Wunder“ dass er es dennoch über 24 Stunden durchhielt bevor sein Körper aufgab …

Daneben Fotos. Rex. Mein Hund. Den hatte mein Bruder ein paar Wochen nach meiner Geburt besorgt. Angeblich hatte er am gleichen Tag wie ich Geburtstag. Wurde mir später jedenfalls so erzählt. Als ich dreieinhalb war geschah es mit meinem Bruder – als ich fünf wurde, zogen wir um. Private Vermieter! Unser Vermieter hatte nichts gegen Hunde, aber einer der feinen Nachbarn sehr wohl – organisierte Unterschriftensammlungen und, und, und – und mit fünf verlor ich auch diesen Begleiter.

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Hab Vertrauen … aber keiner sagt mir wie!

Das Renovieren der Wohnung geht bestenfalls schleichend voran. Mittlerweile ist es nicht mehr nur die Kraft die fehlt, sondern auch die Hoffnung. Die Miete ist noch nicht bezahlt und ich habe auch keine Lust mehr zu den Ämtern zu gehen – ich mag einfach nicht mehr. Wäre meine Mutter nicht, ich hätte schon lange Feierabend gemacht, aber ich kann es ihr nicht antun. Kein Mensch sollte beide Kinder überleben. Mein Hartz IV reichte gerade um Telefon und Strom zu zahlen, blieben noch ein paar Euro zum Leben. Abzüglich Katzenfutter und Medikamente – Antrag auf Befreiung habe ich gestellt, aber die Krankenkasse hat Zeit und die dauernde Angst vor Obdachlosigkeit hängt mir wie ein Damokles-Schwert im Nacken.

Naja, was solls? Nach vier Infarkten, einer verhunzten Bypass OP und chronischen Schmerzen weil die elenden Rippen dauernd vom Brustkorb springen, würde ich die Straße eh nicht überleben. Das Ende all meiner Probleme! Vielleicht die beste Lösung überhaupt? Ich meine hey, keine Existenzängste mehr, keine Schmerzen mehr – vielleicht geht’s danach weiter, vielleicht ist da auch nichts. Aber selbst das ist besser als in dieser beschissenen Welt aus Verrat, Gier und Egoismus ums Überleben zu kämpfen…

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DIY – Natursteinwand für No-Budget Renovierung

Schalform für Gib

Schalform für Gibps oder Beton – Funktioniert auch mit Pappmachee, bzw. Kaschiertechnik …

Ich mag den Charme des Alten und Morbiden – Sandstein und Felswände üben durch ihre Textur und das darauf entstehende Schattenspiel einen ganz besonderen Reiz aus. Es gibt solche Wände auch für den Wohnbereich, allerdings zu einem Preis den ich mir nicht wirklich leisten kann. Andererseits stehe ich trotzdem vor der Aufgabe mir die Wohnung gemütlich einzurichten. Quasi ein No-Budget Projekt.

Vor einigen Jahren hatte ich mir Formen für den Beton- oder Gipsguss dieser mittelalterlich anmutenden Klinkersteine gekauft. Jetzt kommen sie zum Einsatz, allerdings nicht mit Gips oder Beton, sondern mit etwas viel günstigerem und leichterem: Pappmachee …

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Renovieren – Etwas Erneuern, am besten das Leben!

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Natursteinwand aus dem seltenen Papierstein…

Ergebnis eines Tages Arbeit – Zugegeben, schnell ist anders und Profis werden den Kopf schütteln – aber Renovieren ohne Geld? Da muss man eben Ideen entwickeln. Geld, langsam hasse ich dieses Thema. Meine Mutter ist in einem Hospiz, endlich hat sie einen Platz bekommen, und ist der mangelnden Pflege des Krankenhauses entkommen. Nicht dass sich das Personal dort keine Mühe gegeben hätte, aber die sind dort einfach überfordert. Zu wenig Personal um Menschen beim Sterben zu begleiten. Sparmaßnahmen …

Ich bin schon froh dass sie das Elend hier nicht miterleben muss. Beim Sozialamt bin ich keinen Schritt weiter. Wird wohl jetzt auch nicht mehr nötig sein. Offizieller Wohnort ist ja jetzt bis zu ihrem Ende das Hospiz. Werde ich kommende Woche mein Glück beim Jobcenter versuchen müssen. Wenn die die Miete nicht übernehmen bleibt Mutters Rente für die Mietkosten, und bei 300 Euro Strom und Telefonkosten? Tja, da bleibt auch von meinem Geld nicht viel. Und Medikamente brauche ich auch noch. Nach drei Anträgen auf Befreiung die irgendwie nicht beantwortet werden … es sieht finster aus.

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